Kampagne 2017

Uns geht es gut!

Eine Provokation, die zum Diskutieren und konstruktiven Austausch einladen soll. "Uns" - das sind wir in Deutschland und Westeuropa.

Uns geht es gut weil,

  • wir in sozialen Rechtsstaaten leben
  • weil wir in Europa momentan in einer der längsten Friedensperioden seit dem Mittelalter leben
  • jeder Bürger seine Meinung ohne Angst vor Repressalien äußern darf
  • unsere Geschäfte voll mit günstigen Lebensmitteln, erschwinglicher Kleidung und tausend weiteren Dingen sind, die es zum Leben braucht
  • weil wir in einer der leistungsstärksten Volkswirtschaften der Welt leben
  • ...

Selbstverständlich sind wir auf diese Errungenschaften stolz, wollen wir diese Privilegien und unser Wohlstandsniveau erhalten! Selbstverständlich möchte niemand Abstriche bei seinem Lebensstandard machen!

Doch diese Ängste und Sorgen sollten nicht dazu führen, dass wir uns abschotten, abgrenzen oder unsere Grenzen vor Menschen in Not verschließen. Die Wahrung unseres privilegierten Lebens darf nicht auf Kosten der Menschlichkeit gehen und der Ausgrenzung Tür und Tor öffnen!

Ausgrenzung hat viele Gesichter: In unserem Alltag begegnen wir Ausgrenzung in ganz unterschiedlicher Form: Mal offensichtlich, mal versteckt, zieht sie sich wie ein „roter Faden“ durch die Bevölkerung! Europa schottet sich gegen Flüchtlinge ab, errichtet Grenzzäune und verhängt Einreisestopps...

Wo fängt Ausgrenzung an: Wenn man an Ausgrenzung denkt, denkt man oft als Erstes an Flüchtlinge, Ausländer, Behinderte, Alte oder Hartz IV-Empfänger. Aber sind das schon alle Gruppen, die von Vorurteilen und Ausgrenzung betroffen sind?

Gib Ausgrenzung keine Chance - WIR SCHAFFEN DAS: Drei Worte, die im Sommer 2015 für viel Furore sorgten – nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa! Und diese Worte polarisierten! Sie lösten einerseits eine Welle der Hilfsbereitschaft und eine fast beispiellose „Willkommenskultur“ in Deutschland aus.

Auch uns – die Jugendhilfe Oberbayern – haben die Worte vor eine Zerreißprobe gestellt. Aber als gemeinnütziger Träger und Betreiber zahlreicher Kinder- und Jugendeinrichtungen können wir das Ermutigende dieser Aussage nur unterstützen! Der Appell zu Helfen, der hinter diesen Worten steht, spiegelt unser Leit- und Menschenbild wider, das unsere tägliche Arbeit und unser tägliches Handeln bestimmt. Daher stellten wir uns der Herausforderung und richteten Einrichtungen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in München sowie dem Landkreis Rosenheim ein, um oftmals traumatisierten Flüchtlingskindern eine vorübergehende Unterkunft zu bieten.

Heute können wir nicht nur als Akteure der Sozialen Arbeit, sondern auch als Bürger dieses Landes sagen: „Jawohl, wir haben das geschafft! Wir haben diese Herausforderung gemeistert!“

Kampagnen Präsentation auf dem DJHT 2017 in Düsseldorf

Im März 2017 fand die Kampagne 2017 erstmals den Weg in die breite Öffentlichkeit mit einem großen Messestand am DJHT 2017 in Düsseldorf.

Die Mitarbeitenden der Jugendhilfe Oberbayern diskutieren öffentliche Auftritte vorab intensiv und kontrovers. Ziel ist es Aufmerksamkeit für unsere Anliegen zu wecken mit dem Versuch das allgemeine 'Fachlichkeitsrauschen' zu durchbrechen.

Die Kampagne stieß überwiegend auf großes Lob und Beigeisterung, aber auch auf offene und ehrliche Kritik, die wir gerne annehmen und als Anregung zur Diskussion sehen.

Impressionen der Kampagne 2017 und des DJHT 2017 sind in unserem Kurzfilm zu sehen.

Viel Spaß beim Anschauen!