Renate Huber

Vita

Qualifikation
Bürokauffrau
Ausbilderin

Privates
* 23.10.1963
verheiratet
2 Kinder (13 und 23 Jahre)

Hobbies
Reiten

Renate Huber

Bereichsleiterin Zentrale Dienste Mietraching

Renate Huber - ein Name der wahrscheinlich allen Mitarbeitenden der Jugendhilfe Oberbayern ein Begriff ist. Renate ist bereits seit 17 Jahren für das Diakonische Werk Rosenheim tätig und war die eine der ersten Angestellten in der Verwaltung der Jugendhilfe Oberbayern. Heute ist sie die Büroleitung der Geschäftsstelle in Mietraching und hat so Kontakt zu vielen Kolleginnen und Kollegen der Jugendhilfe.


Renate hat von 1982 bis 1985 eine Ausbildung zur Hotelfachfrau in Bad Wiessee absolviert und war anschließend als Restaurantleitung in einem Lokal am Schliersee beschäftigt. Allerdings sind Jobs in der Gastronomie schwer mit Familie und Kindererziehung zu vereinbaren, so dass Renate beschloß, sich als Querseinsteigerin in einem Büro zu bewerben. In Abendkursen hat sie ihr kaufmännisches Wissen vertieft und ihre PC-Fertigkeiten verbessert.


Wie bist Du bei der Jugendhilfe Oberbayern gelandet?

Das war reiner Zufall. Meine Jobsuche im kaufmännischen Bereich mit dem Hintergrund Hotelfachfrau und Mutter gestaltete sich schwierig. Ich schrieb viele Bewerbungen... Und eines Tages erzählte mir eine Kollegin aus der Gastronomie, dass sie als Sekretärin für Rolf Negele tätig war. Da sie Unterstützung benötigte, erkundigte sie sich bei mir nach dem Interesse an einem Minijob im Büro der Jugendhilfe Oberbayern. Natürlich nutzte ich die Chance und war kurze Zeit später Mitarbeitende der Diakonie Rosenheim. Nachdem die Kollegin, die mir zu der Stelle verhalf, kündigte, stieg ich damals mit 32 Stunden fest ein.

 

Welchen Werdegang hast Du innerhalb des Trägers hinter Dir? Welche Veränderungen hast Du während Deiner Zeit im Unternehmen miterlebt?

Als ich bei der Jugendhilfe Oberbayern in Miesbach angefangen habe, hatte ich ein gemeinsames Büro mit Rolf unter dem Dach. Das kleine alte Häuschen, ein paar Mitarbeitende und der informelle Austausch in der Kaffeeküche, all das erinnerte oftmals an eine große Familie. Ich war zu diesem Zeitpunkt die einzige Verwaltungsangestellte für die Jugendhilfe und kannte noch alle Mitarbeitenden persönlich.

Das alles ist nicht mehr mit den heutigen Strukturen vergleichbar. Mir war es sogar noch möglich, meine Kinder sozusagen in der Arbeit aufzuziehen. Da ich nach der Schwangerschaft mit meiner zweiten Tochter nicht so lange aus dem Berufsleben ausscheiden wollte und die Bedingungen dementsprechend waren, konnte ich Victoria mit zur Arbeit nehmen. Der Laufstall stand neben meinem Schreibtisch - das ist heute unvorstellbar. Auch meine ältere Tochter hat eine Verbindung zum Diakonischen Werk Rosenheim. Sie hat bereits als Kinderpflegerin für uns gearbeitet. Insgesamt kann man sagen, wir sind von einem Familienbetrieb zu einem Unternehmen hunderten Mitarbeitenden herangewachsen.

Du bist nun seit bald einem Jahr die Büroleitung der Geschäftsstelle in Mietraching. Was zeichnet die neue Zentrale der Jugendhilfe Oberbayern Deiner Meinung nach aus?

Der Umzug von dem Häuschen in Miesbach in die neue Zentrale der Jugendhilfe Oberbayern auf dem Parkgelände Mietraching spiegelt sehr schön den Wandel des Unternehmens wider. Nun werden wir auch mit unserer Außendarstellung wieder dem gerecht, was wir heute sind: einer der größten Jugendhilfeträger in der Region. Aufgrund des Tagungsbereiches im Haus haben wir mehr Kontakt zu den Außenstellen, was für uns einen schnelleren Informationsfluss bedeutet. Früher haben wir Verwaltungsangestellte oftmals erst durch Rechnungen von einem neuen Standort erfahren - dieser Wissenstransfer hat sich hier verbessert. Der neue Standort macht trotz der Größe ein persönlicheres Arbeiten miteinander möglich.

Für mich bedeutete der Umzug nach Mietraching auch eine berufliche beziehungsweise positionelle Veränderung. Die Büroleitung zu übernehmen war und ist teilweise noch jetzt eine Herausforderung für mich. Doch ich stelle mich ihr gerne und bin stolz auf die Arbeit, die die Verwaltung der Geschäftsstelle leistet.

Zu Beginn war es nicht ganz einfach, aus den Mitarbeitenden, die von unterschiedlichsten Standorten kamen, ein Team zu bilden. Wir mussten uns erst kennenlernen, die gewohnten Arbeitsabläufe jedes Einzelnen anpassen und eine gemeinsame Struktur aufbauen. Und ich denke, das gelingt uns nach und nach besser.

Wie wirkt sich das Raumkonzept des Großraumbüros und der offen gestalteten Räumlichkeiten auf Deine Arbeit aus?

Besonders in meiner Funktion als Leitung empfinde ich das Großraumbüro als sehr angenehm. Es sind sozusagen alle auf einem Haufen, was für mich kurze Wege bedeutet und unkomplizierte und zeitnahe Absprachen ermöglicht. Manchmal müssen wir etwas auf den Geräuschpegel achten, denn wenn mal elf Verwaltungskräfte gleichzeitig zum Telefonhörer greifen, wird es laut. Aber das kommt zum Glück nicht oft vor!

 

Herzlichen Dank für das unterhaltsame Interview und weiterhin viel Freude bei Deiner Tätigkeit als Büroleitung! Doch ehe wir nun zum Ende kommen, würde ich Dich bitten, folgende Sätze zu Ende zu führen...

FAMILIE ZU HABEN ...
heißt für mich, dass man einen Job und vor allem einen Arbeitgeber braucht, der einen die Verbindung von Familie und Beruf möglich macht.

AM LIEBSTEN MAG ICH ...
wenn ich Zeit für mein Pferd habe. Das ist der einzige Ort, wo ich für mich bin und alles um mich herum vergessen kann.

ORDNUNG ...
finde ich schön, aber mit Chaos kann ich auch umgehen.

MEIN JOB ...
bedeutet für mich alles - zumindest manchmal.